Sachsenring Classic 2025

Ein holpriger Start – Getriebeschaden im freien Training

Der Saisonauftakt 2025 im ADAC Historic Cup Ost führte mich und mein Team zur ADAC Sachsenring Classic – das erste Rennwochenende meiner Karriere in einer Meisterschaft und mein erstes Mal auf dem traditionsreichen Sachsenring.

Eigentlich war ein sanfter Einstieg geplant, nachdem ich das Frühjahrestraining im tschechischen Most aufgrund von längeren Getriebeinstandsetzungsarbeiten leider auslassen musste.  
Beim Rollout am Freitag – dem ersten Mal auf der Strecke – wollte ich das Auto testen, Ideallinien suchen und die ersten Runden abspulen. Doch nach nur 1,5 Runden war Schluss: Das Auto rollte auf der Start-Ziel-Geraden aus – Getriebeschaden.

Mit dem schlimmsten im Kopf wurde ich abgeschleppt, zurück ins Fahrerlager. Gemeinsam mit meinem Onkel und meinem Vater suchten wir nach der Ursache – zum Glück stellte sich schnell heraus: kein kapitaler Schaden, sondern „nur“ eine gelöste Getriebewellenmutter. Diese wurde gesichert, alles nochmal kontrolliert, Probelauf: Getriebe schaltet – alles in Ordnung. Doch würde es auch im Renneinsatz halten?

Zeittraining im Regen mit Hindernissen & Motorendrama

Das klärte sich am Samstag – bei typischem Sachsenring-Wetter: Regen. Eigentlich ein Vorteil für mich, denn ich liebe nasse Bedingungen und im Regen sticht das fahrerische Talent heraus. 

Doch die Voraussetzungen waren alles andere als optimal:
Vorne abgefahrene Regenreifen, keine passende Fahrwerksabstimmung für Regen – und dann auch noch ein beunruhigendes Tickern im Motor. Zuerst vermuteten wir zu großes Ventilspiel – später stellte sich heraus, dass der Motor nur noch auf einem Zylinder Kompression hatte.

Trotzdem fuhr ich los. Nach einer roten Flagge (ein Konkurrent war ins Kiesbett geraten) fuhr ich kurz an die Box. Der Motor lief extrem unruhig, aus dem Auspuff kam blauer Rauch – auf den Geraden hatte ich deutlich weniger Leistung als meine Mitstreiter. Trotzdem kämpfte ich mich tapfer durch und erreichte unter den schwierigen Bedingungen Platz 5 – für mich ein Achtungserfolg.

Nach dem Rennen war klar: kapitaler Motorschaden. Nur ein Zylinder hatte noch Kompression – ein Weiterfahren war ausgeschlossen. Der Entschluss war schnell gefasst: Ersatzmotor rein, noch am Samstagabend.

Die Wertungsläufe - es wird ernst

Ohne weitere Abstimmungen an den Vergasern gingen wir am Sonntagmorgen in den ersten Meisterschaftslauf. Ich startete von Position 5, legte einen perfekten Start hin und war schon vor der ersten Kurve auf Platz 2. Doch auf der Geraden hatte ich keine Chance, mich zu behaupten – ich wurde überholt und fand mich auf Platz 4 wieder. In einem sehenswerten Manöver holte ich mir P3 zurück, doch wieder kostete mich die Geraden zwei Plätze.

Dann das Duell mit meinem Onkel – beinharter Motorsport. Ich setzte ihn unter Druck, konnte ihn schließlich überholen und mich etwas absetzen. Nach einem Safety-Car-Restart hielt ich die Position und überquerte die Ziellinie als Vierter – unter den Umständen ein riesiger Erfolg!

Am Nachmittag das zweite Rennen: Ich startete diesmal von Position 4 und konnte in den ersten Kurven mit dem Führungsduo mithalten. Doch auch hier: auf der Geraden fehlte mir Motorleistung. Also konzentrierte ich mich auf das, was ging – konstanter Abstand nach hinten, kein Risiko, einfach ins Ziel kommen.

Dann ein Rennabbruch durch rote Flagge nach einem Unfall eines der Führenden mit einem zu überrundenden Fahrer. Es zählte die letzte vollständige Runde – und da lag ich auf Platz 3: Podium beim ersten Rennwochenende!

Fazit – Ein emotionaler Auftakt mit Rückenwind

Mein erstes Rennwochenende in einer Meisterschaft – direkt mit einem Getriebeschaden, einem Motortausch und einem Podium. Das war eine emotionale Achterbahnfahrt.
Der Sachsenring hat mich sofort begeistert – eine wunderschöne, anspruchsvolle Strecke. Auf dem Podium zu stehen, war einfach atemberaubend.

Ich bin stolz auf das, was wir als Team geleistet haben. Jetzt freue ich mich riesig auf die nächsten Meisterschaftsläufe auf dem Nürburgring. Vielen Dank an meinen Vater, meinen Onkel, mein gesamtes Team – und an alle, die mich unterstützen!

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